Gefahrstoffe in Tonern?

Immer wieder gibt es in verschiedenen Medien Berichte über gefährliche Inhaltsstoffe in Tonern von Laserdruckern und Kopierern.

Durch die Berufsgenossenschaften wurden Messungen vorgenommen, die keine erhöhten Werte oder Überschreitungen von Grenzwerten ergaben (Bericht unter Downloads).

Aus präventativen Gründen wird die Beachtung folgender Regeln bei Beschaffung und Betrieb von Laserdruckern und Kopieren empfohlen.

Beschaffung:

  • Geräte mit „Blauer Engel“ beschaffen.
  • Geräte mit „BG Gütesiegel sicher ergonomisch - emissionsarm" beschaffen.
  • Laserdrucker muss Ozonfilter (technisch Aktivkohlefilter) besitzen.
  • Drucker/Kopiererpapier nach DIN EN 12281 benutzen (staubarm) oder Papier mit "Blauem Engel".
  • Toner mit Siegel "BG Prüfzert - schadstoffgeprüft" beschaffen.

Organisation:

  • gerätekundige Person bestimmen.
  • elektrische Prüfung ortsfester Geräte (alle vier Jahre) durch Elektrofachkraft veranlassen
  • Wartungsintervalle nach Angaben des Herstellers (incl. Filterwechsel, Reinigung, etc.).
  • bei grösseren Druckmengen, den Laserdrucker in einem gesonderten, möglichst abgesaugtem Raum aufstellen.
  • Aufstellung so, das der Abluftstrom nicht direkt zum Arbeitsplatz weist.

Die oben erwähnte gerätekundige Person sollte für folgende Aufgaben verantwortlich sein.

Gerätekundige Person:

  • ist in die Bedienung des Gerätes eingewiesen (bspw. durch Wartungstechniker)
  • Kenntnis der Bedienungsanleitung des Gerätes
  • Kenntnis der Betriebsanweisung "Toner", der Gefährdungsbeurteilung und der Sicherheitsdatenblätter der verwendeten Toner.
  • informiert den Wartungsdienst bei Problemen
    überwacht regelmässige Wartungen, elektr. Prüfungen (Plakette, Prüfprotokolle)

Für den Betrieb von Laserdruckern ist Schrift BGI 820 "Laserdrucker sicher betreiben" (hier unter Downloads verfügbar) zu beachten.